Glutathione gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Stand 2026-06-18. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
Der Methodenstreit entzündete sich ab den 1890er Jahren im Zusammenhang mit Lamprechts Deutscher Geschichte, allerdings nicht so sehr an der Tatsache, dass sein Werk primär eine Abhandlung der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte war. Wesentlich bedeutsamer war die Frage, welche Art von Geschichtsschreibung den neuen Anforderungen sowohl aus der Gesellschaft, als auch aus der Naturwissenschaft gerecht werden konnte. Im Grunde stellten die erkenntnistheoretischen Ansätze der Naturwissenschaften, die deskriptive Methode, wie sie in der Geschichtswissenschaft angewandt wurde, infrage. Die deutsche Historikerin Luise Schorn-Schütte spricht in diesem Zusammenhang von der „Krise der Geschichtswissenschaft“. Die bisherige Methode der Geschichtsschreibung konnte den neuen sozialen Anforderungen der Industrialisierung nicht entsprechend Rechnung tragen. Lamprecht suchte daher nach methodischen Alternativen. Er wollte, unter dem Einfluss des Psychologen Wilhelm Wundt und dessen Völkerpsychologie, die Kulturzeitalter von der psychischen Beschaffenheit des Volkes abhängig machen. Die Geschichtswissenschaft fand in weiten Kreisen Anerkennung. Im Jahr 1902 erhielt der deutsche Historiker und Altertumswissenschaftler Theodor Mommsen für seine Römische Geschichte, eine mehrbändige Darstellung der Geschichte des Römischen Reichs, den Nobelpreis für Literatur.
Quellen: de.wikipedia.org
Der erste Lehrstuhl für Religionsgeschichte wurde 1912 für den schwedischen Religionsphänomenologen Nathan Söderblom in Leipzig eingerichtet, obwohl die Kirchen eher an einer konfessionell gebundenen Theologie als an der damals wenig beliebten Religionsgeschichte interessiert waren. Dies bedeutete eine grundlegend neue Entwicklung hinsichtlich der wissenschaftlichen Erforschung von Religionen.
Quellen: de.wikipedia.org
Das 19. Jahrhundert insgesamt und die Belle Époque im Besonderen waren eine Zeit schneller Industrialisierung und Modernisierung in vielen Bereichen. Mit dem exponentiellen Wachstum des wissenschaftlichen und technischen Wissens wurden daher auch effektive und effiziente Methoden zur Organisation und Kategorisierung von Wissen immer dringlicher. Bibliotheken und Dokumentation Die Dokumentationswissenschaft beschäftigt sich mit der Dokumentation als „Sammlung, Ordnung und Nutzbarmachung von Dokumenten aller Art“. Diese Definition stammt wie auch der Begriff „Dokumentation“ von Paul Otlet einem Pionier des Informationsmanagements. Die Dokumentationswissenschaft ist eng verwandt mit der Bibliothekswissenschaft, aus der sie hervorgegangen ist, und der Informationswissenschaft, die unter anderem von dem Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen als ihr Nachfolger angesehen wird. Eine anerkannte Definition der Dokumentationswissenschaft, die über Otlets allgemeine Definition hinausgeht, existiert nicht. Der Ende des 19. Jahrhunderts sprunghaft ansteigende Informationsbedarf in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik konnte von herkömmlichen Bibliotheken immer weniger bewältigt werden. Es bildeten sich deshalb Spezialbibliotheken und andere Einrichtungen wie beispielsweise das Concilium Bibliographicum in Zürich, deren Ziel die gezielte Beschaffung von Informationen waren. Der theoretische Überbau der Dokumentationswissenschaft entstand Anfang des 20. Jahrhunderts mit Henri La Fontaine und Paul Otlet.
Quellen: de.wikipedia.org
Ihre weitreichenden Ideen einer Universellen Bibliothek stießen jedoch auch auf Ablehnung. Zwischen Bibliothekswesen und Dokumentationsbewegung kam es zu Spannungen, die vor allem in Deutschland bis Ende des 20. Jahrhunderts weiter fortbestanden. Mit dem Aufkommen kommerzieller Datenbanken und Methoden des Informationsmanagements verlor die Dokumentationswissenschaft an Bedeutung und ging weitgehend in anderen Fachdisziplinen auf. Die beiden aus Belgien stammenden Paul Otlet und Henri La Fontaine spielten eine entscheidende Rolle bei der Modernisierung des Bibliotheks- und Dokumentationswesens. Sie führten die Universelle Dezimalklassifikation (UDK) ein, eine erweiterte Version der Dewey-Dezimalklassifikation. Das Ziel der UDK war es, alles menschliches Wissen in einem koordinierten System zu organisieren. Die Library of Congress Subject Headings (LCSH) ist ein kontrolliertes Vokabular von Schlagwörtern zur Verwendung in bibliographischen Einträgen und wurde erstmals 1898 von der Library of Congress in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Ein Jahr vorher war bereits die Library of Congress Classification veröffentlicht worden. In Deutschland wurde die bereits im 16. Jahrhundert gegründete Universitätsbibliothek Leipzig während der Belle Époque modernisiert und erweitert, um der zunehmenden Menge an veröffentlichtem Wissen Rechnung tragen zu können. In Großbritannien war die Einführung des Public Libraries Act 1850, der die Gründung von öffentlichen Bibliotheken ermöglichte, von zentraler Bedeutung.
Quellen: de.wikipedia.org
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